Die palästinensische Gemeinde in Koblenz wendet sich an die deutsche Zivilgesellschaft und veröffentlicht eine Stellungnahme zum Komplex Israel/Palästina, dessen Auswirkungen tief in die deutsche Gesellschaft hineinstrahlen. Viele Menschen mit palästinensischen Wurzeln sehen sich nicht mehr als Bestandteil der deutschen Gesellschaft. Wir beurteilen die Integration als gescheitert.


Zunehmend ist sogar Auswanderung eine Überlegung in der palästinensischen Community.

Jetzt könnten einige sagen, dass sie "freiwillige Remigration" positiv bewerten. Aber leider sind es meistens Leistungsträger der Gesellschaft in Firmen und Universitäten, die Deutschland verlassen (wollen).

Die Gründe liegen in einer tiefgehenden Verweigerung an Humanität und einer Verweigerung von elementaren Rechten. Wenn wir Israels Terror durch Militär und Siedler beim Namen nennen, werden wir Terroristen oder Antisemiten genannt.

Wir haben es dem Parlament in Mainz geschrieben: wir haben "eure" Demokratie satt! Wir fordern ein Umdenken in Politik und Medien und bitten um Unterstützung.

Publizieren Sie diese Erklärung in Ihren Medien. Auch Rückmeldungen sind uns willkommen. 

 Abgerufen und verlinkt werden kann diese Erklärung unter .... 

 

Inhalt des Briefes an die Abgeordneten des Landtages RLP inkl. Stellungnahme zum "7.10.2023":

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Landtages RLP,

Warum fühlen sich zugewanderte Menschen nicht als zugehörig? 
Warum sprechen sie von "eurer Gesellschaft"?
Warum erachten sie die Integration in die deutsche Gesellschaft als gescheitert, obwohl ...

  1. sie die deutsche Staatsbürgerschaft haben,
  2. sie z. T. seit mehr als 40 Jahren in Deutschland leben,
  3. sie für Firmen in Deutschland arbeiten und hier Steuern zahlen,
  4. ihre Kinder und Enkel hier Kitas oder Schulen besuchen/besucht haben
    oder/und hier in Deutschland eine Berufsausbildung machen oder abgeschlossen haben,
    oder hier an deutschen Universitäten studieren oder studiert haben,
    oder für Firmen in Deutschland arbeiten und hier Steuern zahlen?

Wir Palästinenser erfahren einen von den Medien verbreiteten und von "eurer" Gesellschaft getragenen Rassismus  
und eine elementare Abwesenheit von Humanität.

Eine palästinensische Antwort auf "eure" Politik finden Sie in der Anlage (2026-Landtag-E.pdf).

Zusätzlich erhalten Sie die ERKLÄRUNG ehemaliger Minister, Botschafter und hochrangiger Beamter der EU und ihrer Mitgliedstaaten vom 2. Februar 2026, unterschrieben von über 400 Personen des angegebenen Personenkreises (Statement on Israel-Palestine February 2026 DE.pdf).
Sie stellen konkrete Forderungen an politisches Handeln zum Thema Palästina/Israel.

Auch wir fordern von Ihnen ein Umdenken und ein Ende der Politik der Ausgrenzung.
Vergessen Sie Eines nicht: Frieden für Palästina heißt auch Frieden für Israel. 

Wir hören weiterhin genau zu, was Ihr uns über "eure" Medien sagt und was Ihr auf internationaler Ebene bewirkt.

Mit großen Sorgen um die Zukunft verbleiben wir
mit freundlichen Grüßen

Palästinensische Gemeinde in Koblenz und Umgebung e. V.