Die humanitäre und medizinische Situation im Gazastreifen ist weiterhin katastrophal. Hundertausende, die immer noch in Zelten leben, sind im Winter Kälte, Regen und Schnee ausgesetzt. Mehrere Kleinkinder sind erfroren.
Nun droht eine weitere Verschärfung der humanitären Lage. Die israelische Regierung hat angekündigt, die Lizenzen für 37 humanitäre Hilfsorganisationen in Gaza, dem Westjordanland und Israel aufzuheben. Davon betroffen sind neben CARE auch Ärzte ohne Grenzen, Caritas International, Oxfam u.a. Die palästinensische Journalistin Nour Aboaisha aus Gaza bezeichnet diese Hilfsorganisationen als unverzichtbare Lebensader für Gaza. Ihre Arbeit zu verhindern, ist ein erheblicher Rückschlag für jegliche humanitären Bemühungen und gefährdet das Leben von Zivilist:innen, insbesondere von Kindern, Kranken und Verletzten. Mehrere europäische Regierungen haben gegen den Entzug der Lizenzen Dr. Jan Wynands war mehrfach im Einsatz im Gazastreifen für Ärzte ohne Grenzen, protestiert, nicht so die Bundesregierung.
Anica Heinlein, VENRO Vorsitzende und Berliner Büroleiterin von CARE International, schildert die Situation vor Ort. CARE International betreibt u.a. Gesundheitseinrichtungen im Gazastreifen. Clemens Graf von Mirbach-Harff, Generalsekretär der Malteser International, berichtet von den Einsätzen der Malteser im Gazastreifen. Gemeinsam mit dem Lateinischen Patriarchat von Jerusalem sind die Malteser aktiv in der humanitären Hilfe. Der Bonner Arzt Dr. Jan Wynands war mehrfach im Einsatz im Gazastreifen für Ärzte ohne Grenzen, Dr. Abed Schokry, Professor an der Universität in Gaza, hält das Eingangsstatement zur akuten Versorgungssituation.
Deutlich wird hier erkennbar, dass Israel friedensunwillig ist. Die Versorgung der Zivilbevölkerung war eine der Hauptbestandteile des von D. Trump angeordneten Abkommens.
Veranstaltung "Humanitäre Hilfe in Gaza gefährdet" am 02.03.26, 19:00 Uhr im Haus der Ev. Kirche, Bonn
Quelle:
Evangelisches Forum Bonn