Die humanitäre Lage im gesamten Gazastreifen bleibt angesichts anhaltender militärischer Aktivitäten, wiederkehrender Sicherheitsvorfälle und zunehmender Bewegungseinschränkungen katastrophal. Diese Bedingungen führen weiterhin zu neuen Vertreibungen, stören humanitäre Einsätze, schränken den Zugang zu wesentlichen Dienstleistungen ein und erhöhen die Schutzrisiken für die betroffene Bevölkerung.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums (MoH) in Gaza, das den De-facto-Behörden untersteht, wurden Berichten zufolge 40 Palästinenser getötet, darunter diejenigen, die an Wunden starben und deren Leichen unter den Trümmern geborgen wurden, und zwischen dem 8. und 15. Juli wurden 127 Menschen verletzt. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der gemeldeten Opfer seit der Ankündigung eines Waffenstillstandsabkommens am 10. Oktober 2025 auf 1.123 Todesopfer und 3.616 Verletzte. Weitere 96 Todesopfer wurden rückwirkend zur Gesamtzahl hinzugefügt, nachdem ihre Identifikationsdaten vom Gesundheitsministerium genehmigt worden waren. 

Am 13. und 14. Juli forderten gemeldete israelische Militärangriffe auf Polizeistationen im Norden des Gazastreifens 12 Todesopfer.
Letzteres führt zu einer unstabilen, inneren Sicherheitslage, was eine Zerstörung der Zivilgesellschaft hinausläuft (Redaktion). 

Weiter südlich zerstörte Berichten zufolge ein Luftangriff am 10. Juli Unterkünfte in Vertreibungsgebieten in der Gegend von Al Mawasi in Khan Younis. Infolgedessen wurden 78 Familien vertrieben und die Unterkünfte weiterer 130 Familien beschädigt, was den Bedarf an Notunterkünften erheblich erhöhte und die Schutzbedenken, insbesondere für Frauen, Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen, verstärkte. 

Das Originaldokument: UN-OCHA, 16.7.2026