Luftangriffe, Artilleriebeschuss und andere Angriffe haben zivile Opfer gefordert, darunter auch kleine Kinder.
Beobachtungszeitraum: 22. - 29.7.2026

Bild Das Bild zeigt Israelisches Bombardement, Gaza-Stadt, 28.07.26, Fotograf: Yousef Zaanoun, 28. Juli 2026. Bildnummer 67790

Israel erneuert seine Bombardierung von Gaza-Stadt, wobei am 28. Juli 2026 eine Person verletzt und mehrere Häuser beschädigt werden. Berichten zufolge wurde die Al-Muttaqin-Moschee in der Nähe des Flüchtlingslagers Yarmouk-Stadion Ziel eines israelischen Angriffs in einem Gebiet voller Zelte für vertriebene Palästinenser. Trotz eines von den USA vermittelten sogenannten „Waffenstillstandsabkommens“ im Oktober 2025 hat Israel seine Bombardierung des Gazastreifens fortgesetzt.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums (MoH) in Gaza, das den De-facto-Behörden untersteht, wurden Berichten zufolge 30 Palästinenser getötet, darunter diejenigen, die an Wunden starben und deren Leichen unter den Trümmern geborgen wurden, und zwischen dem 22. und 29. Juli wurden 134 Menschen verletzt. Damit erhöht sich die vom Gesundheitsministerium seit der Ankündigung eines Waffenstillstandsabkommens am 10. Oktober 2025 gemeldete Gesamtzahl der Opfer auf 1.209 Todesopfer und 3.943 Verletzte.
Zwischen dem 19. und 25. Juli blieben nach Angaben des Health Cluster akute Atemwegsinfektionen mit 43,2 Prozent aller übertragbaren Krankheiten die am häufigsten gemeldete Erkrankung, gefolgt von akutem wässrigem Durchfall (22 Prozent), was die anhaltenden Risiken im Zusammenhang mit Überbelegung unterstreicht und unzureichende WASH-Bedingungen. Hauterkrankungen stellten weiterhin eine erhebliche Belastung dar, wobei ektoparasitärer Befall 18,9 Prozent der Fälle ausmachte, Impetigo einen Aufwärtstrend aufwies (10,8 Prozent) und Windpocken weiter zurückgingen (4,9 Prozent). 
Der Mangel an Insulin, Herzkathetermaterialien, Hämodialysebedarf und wichtiger Diagnose- und Überwachungsausrüstung behindert die Behandlung nichtübertragbarer Krankheiten in Gaza. 

Unterdessen bleibt die Reaktionsfähigkeit der humanitären Gemeinschaft durch israelische Zugangsbeschränkungen in und innerhalb des Gazastreifens sowie durch Finanzierungsdefizite eingeschränkt. 

Quelle:  UN-OCHA, maschinell übersetzt, Auszug