Palästina aktuell
Das Jahr 2022: Das tödlichste im Westjordanland seit 2004
Das vergangene Jahr war das tödlichste im Westjordanland seit 2004. Im Jahr 2022 töteten israelische Streitkräfte 178 Palästinenser im Westjordanland (einschließlich Ostjerusalem) und im Gaza-Streifen, davon 42 Minderjährige und 8 Frauen.
Der ehemaliger Ministerpräsident der Palästinensischen Autonomiegebiete / des Staates Palästina und Führer der Hamas Ismael Hannija wurde durch eine israelische Rakete getötet. Zahlreiche palästinensische Politiker, darunter auch Mahmud Abbas, Präsident des Staates Palästina, protestieren und sprechen von Mord.
Die israelischen Besatzungsbehörden schlossen ab dem 05. September 2023 bis auf weiteres alle Exporte aus dem Gazastreifen über den einzigen Handelsübergang "Kerem Shalom". Seit 17 Jahren verhängt Israel Beschränkungen für die Ausfuhren aus dem Gazastreifen.
Auch das gehört zum Genozid: nicht nur das massenhafte Morden, auch die Zerstörung der Kulturgüter (Bauwerke, Denkmäler, alte Wohnhäuser) in Gaza. Ein Volk wird ausgelöscht: zuerst die Menschen, ihre Wohnungen (Nakba) und dann verschwinden auch die Namen: die Namen der Orte und der Menschen.
Die palästinensische Reporterin Schireen Abu Akleh wurde während eines Einsatzes der israelischen Armee im Westjordanland in Jenin am 11. Mai 2022 getötet.
Die Vertreibung hat kein Ende - auch in Israel, wo ca. 20% der Bevölkerung als nicht-jüdische, palästinensische Israelis gelten.
Am Morgen des 8. Mai zerstörten israelische Streitkräfte das gesamte Beduinendorf Wadi al-Khalil in der Wüste Naqab / Negev. Bei den Abriss, die der Erweiterung der Autobahn Route 6 dient, wurden mehr als 300 Einwohner obdachlos.
Die Organisation Addameer setzt sich für die Rechte palästinensischer Gefangener in israelischen Gefängnissen ein. Tausende wurden seit dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 festgenommen, erklärt Direktorin Sahar Francis. Viele von ihnen wüssten nicht einmal, was ihnen vorgeworfen wird.
Die Vertreibung der Palästinenser zwischen 1947 und 1949 ist kein singuläres Ereignis, das 1947 begonnen hat und dann als abgeschlossen anzusehen ist "sondern ein ununterbrochener historisch-politischer Prozess, der bis heute andauert." Einer der aktuell stattfindenden Akte der Vertreibung ist Masafer Yatta im Süden der Westbank, südlich von Hebron.
- Palästina brennt immer noch - August 2024
- Prof. Imad Barghouti noch immer in Verwaltungshaft
- Palästina brennt - 2024.06 - ein Hilferuf
- Palästina brennt - 2023.06 (Jenin)
- Palästina brennt - 2023.07 (Jenin)
- Der Flaggentag: rassistischer Mob zieht durch Ost-Jerusalem
- Das Heilige Land brennt - Dezember 2023
- Palästina brennt - 2023.11 (Westjordan)
- Palästiina brennt - 2023.10 (Gaza/Israel)
- Palästina brennt - 2023 (Huwara)
- amnesty international über Palästina - 2022
- Masafer Yatta - Vertreibung 2023-2
- Palästinensische Dörfer von der Landkarte gelöscht
- Die Annexion des Westjordanlandes
- Vertreibung durch Siedlergewalt
- Vertreibung in Hebron
- Israels Terror 1
- Menschenrechte - UN Bericht 2022
- PCHR-Bericht aus Palästina