Palästina aktuell
Mit freundlicher Genehmigung von BIP (Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern e. V.)
Israel greift palästinensische Flüchtlingslager an
Die seit Januar 2025 andauernde israelische Operation „Eiserne Mauer” im Westjordanland richtet sich insbesondere gegen palästinensische Flüchtlingslager, die von der UNRWA betrieben werden und umfasst Militärangriffe, Gewalt durch Siedler und Hauszerstörungen. Laut UN-Berichten töteten israelische Streitkräfte zwischen Oktober 2023 und November 2025 über 1.000 Palästinenser im Westjordanland (darunter 223 Kinder) und vertrieben etwa 40.000 Menschen – die Hälfte davon allein aus dem Flüchtlingslager Jenin.
Nach 45 Jahren in israelischer Gefangenschaft spricht der am längsten festgehaltene palästinensische Gefangene über seinen Befreiungskampf: “Wir verdienen einen Staat unter der Sonne.”
Ihr ganzes Leben hat die 72-jährige Asmahan Shweikeh im Viertel Jabal Batin alHawa, dem südlichen Ausläufer des Ölberges in der Nähe der Altstadtmauern im Ostjerusalemer Stadtteil Silwan verbracht. Hier starb ihr Sohn 1990 im Alter von 16 Jahren, von der israelischen Armee erschossen. Und hier starb auch ihr Mann starb bei einer israelischen Polizeirazzia während der Zweiten Intifada an eingeatmeten Tränengas.
Am Sonntag, 9. November 2025, 7 Uhr stürmten israelische Streitkräfte das Haus und gaben ihr eine Stunde Zeit, ihre Habseligkeiten einzusammeln, bevor sie das Haus gewaltsam einnahmen.
Sally Azar, in Ost-Jerusalem geborene Palästinenserin wird als erste Frau Pastorin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELCJHL).
Es wird jetzt Ernst im Westjordanland: Bezalel Smotrich, der israelische Finanzminister zuständig ist für den Siedlungsbau, legt einen Plan vor, nachdem 22 neue Siedlungen im Westjordanland entstehen sollen.
Von vielen europäischen Ländern wird die 2-Staaten-Lösung favorisiert, aber nur verbal. In Wirklichkeit unterstützen sie Israels Politik "Israel - from the River to the Sea".
Kein Platz für Palästinenser in Palästina: 3.421 neue Wohneinheiten und ca. 3.000 vertriebene Menschen im von Israel 1967 besetzten Westjordanlandes
Die Vertreibung im Westjordanland: Tote, Verletzte, Hauszerstörungen, Siedler-Attacken und die Folge: Vertreibung
| Tote und verletzte Palästinenser | 2023 2024 2025 |
548 Tote, 13.349 Verletzte |
| Haus-Zerstörungen und Siedler-Attacken |
2024 1.1. - 7.5.2025 |
1.762 Strukturen, 4.253 Personen |
| Siedler-Attacken | 2024 2025 |
1.420 Vorfälle, mit 5 Toten, davon 1 Kind 360 Verletzte, davon 35 Kinder über 26.000 Olivenbäume zerstört |
Info-Quelle UN OCHA (diverse Berichte)
- 2025.04.10 - 3sat, Kulturzeit - "Die Gewalt kommt einzig und allein von den Siedlern"
- Die Vertreibung der Vertriebenen: Tod und Zerstörung im Westjordanland
- Westjordanland: Hauszerstörungen und Vertreibung
- Der Westjordan im Belagerungszustand
- Israelische NGO B'Tselem: Folter der israelischen Armee im Westjordanland
- 2024.12.19 UN OCHA #248 Westjordan: 78 Palästinenser an einem Tag obdachlos
- Das Heilige Land brennt - immer noch (Okt. 2024)
- Westbank: Tod den Arabern - 2023.10
- 2022 - B'Tselem - Alltag in Palästina
- Israel will keinen Frieden: Ismael Hanija ermordet*
- Gaza: Export-Blockade verschlechtert Lebensbedingungen von 2 Mio. Menschen
- 2024.08 - Die Zerstörung palästinensischer Kultur
- Tod in Jenin - Shireen Abu Akleh
- Nakba 2024 - Vertreibung in Israel
- Administrativhaft 2024
- Masafer Yatta - Vertreibung 2023
- Palästina brennt immer noch - August 2024
- Prof. Imad Barghouti noch immer in Verwaltungshaft
- Palästina brennt - 2024.06 - ein Hilferuf
- Palästina brennt - 2023.06 (Jenin)