Palästina aktuell
In den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten ... wird die Situation immer auswegloser. Ganze Dörfer werden von den Israelis von der Landkarte gelöscht.
Bericht, Stern - 16.7.2023
Tausende demonstrieren gegen die Justizreform. Dabei liegt die größere Gefahr für die Demokratie in der Politik im Westjordanland.
Wieder werden Hirten durch Siedlergewalt vertrieben
Sie luden ihr Hab und Gut auf zwei Lastwagen und zwei Traktoren und verließen den Ort, an dem sie seit Jahrzehnten gelebt hatten. Eine brutale Geschichte, die sich ständig wiederholt.
Die Zerstörung dieser palästinensischen Gemeinde wurde vom Obersten Gerichtshof Israels genehmigt. Das israelische Militär will die Häuser von Masafer Yatta für Schießübungen nutzen.
Seit 3.Juli 2023 lag Jenin 48 Stunden unter Beschuss. In das ein Quadratkilometer große Flüchtlingslagers Jenin drangen eintausend israelische Soldaten aus den Eliteeinheiten der Besatzungsarmee, ausgerüstet mit Hubschraubern, Drohnen, Bulldozern und mehr als 250 gepanzerten Fahrzeugen ein.
Antipalästinensisches Pogrom in Huwara
Mitte Februar marschierte die israelischen Armee in Nablus ein. Elf Palästinenser wurden getötet. Danach, am 26. Februar 2023, erschoss ein palästinensischer Bewaffneter zwei israelische Siedler im Alter von 19 und 20 Jahren, als sie durch Huwara fuhren. Kurz darauf wurde Huwara von Hunderten israelischer Siedler angegriffen,
Mit schwerstem Kriegsgerät gegen die palästinensische Bevölkerung
Eine neue Stufe der Gewalt startet Israel aktuell im Mai und Juni 2023 gegenüber der palästinensischen Bevölkerung. Dabei kommen neue Waffen und schwerstes Kriegsgerät zum Einsatz.
Die Vertreibung der Palästinenser zwischen 1947 und 1949 ist kein singuläres Ereignis, das 1947 begonnen hat und dann als abgeschlossen anzusehen ist "sondern ein ununterbrochener historisch-politischer Prozess, der bis heute andauert." Einer der aktuell stattfindenden Akte der Vertreibung ist Masafer Yatta im Süden der Westbank, südlich von Hebron.
Der neue Jahresbericht von Amnesty International stellt in dem Kapitel "Israel und besetzte Gebiete" "der einzigen Demokratie im Nahen Osten“ ein katastrophales Zeugnis aus, was die Menschenrechte betrifft. Der Vorwurf der Apartheid wird konkretisiert.
Das Jahr 2022: Das tödlichste im Westjordanland seit 2004
Das vergangene Jahr war das tödlichste im Westjordanland seit 2004. Im Jahr 2022 töteten israelische Streitkräfte 178 Palästinenser im Westjordanland (einschließlich Ostjerusalem) und im Gaza-Streifen, davon 42 Minderjährige und 8 Frauen.
Sally Azar, in Ost-Jerusalem geborene Palästinenserin wird als erste Frau Pastorin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und dem Heiligen Land (ELCJHL).
Amnesty International urteilt: Kriegsverbrechen und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit
In den südlichen Hebron-Bergen (Westjordanland, von Israel besetzte, palästinensischen Gebiete) sind 180 palästinensische Familien, die in Masafer Yatta leben, von Vertreibung bedroht. "Derzeit leben rund 1.150 Palästinenser*innen, die Hälfte davon Kinder, in neun Dörfern, die vollständig abgerissen werden sollen.