Palästina aktuell
Ihr ganzes Leben hat die 72-jährige Asmahan Shweikeh im Viertel Jabal Batin alHawa, dem südlichen Ausläufer des Ölberges in der Nähe der Altstadtmauern im Ostjerusalemer Stadtteil Silwan verbracht. Hier starb ihr Sohn 1990 im Alter von 16 Jahren, von der israelischen Armee erschossen. Und hier starb auch ihr Mann starb bei einer israelischen Polizeirazzia während der Zweiten Intifada an eingeatmeten Tränengas.
Am Sonntag, 9. November 2025, 7 Uhr stürmten israelische Streitkräfte das Haus und gaben ihr eine Stunde Zeit, ihre Habseligkeiten einzusammeln, bevor sie das Haus gewaltsam einnahmen.
Während die Welt nach Gaza schaut, dort der Waffenstillstand von Israel jeden Tag gebrochen wird, erreicht die Vertreibung im Westjordanland ihren bisherigen Höhepunkt. Es sind die Ergebnisse einer faschistischen Regierung,
Kein Platz für Palästinenser in Palästina: 3.421 neue Wohneinheiten und ca. 3.000 vertriebene Menschen im von Israel 1967 besetzten Westjordanlandes
Es wird jetzt Ernst im Westjordanland: Bezalel Smotrich, der israelische Finanzminister zuständig ist für den Siedlungsbau, legt einen Plan vor, nachdem 22 neue Siedlungen im Westjordanland entstehen sollen.
"Die Gewalt kommt einzig und allein von den Siedlern", sagt der israelische Historiker Moshe Zimmermann. Es geht um über 5.300 Angriffen von Siedlern auf palästinensische Menschen oder Eigentum in den letzten 10 Jahren und die daraus resultierende Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung.
Ein hörens- und sehenswerter Bericht über die Ursachen des 7.10. - von deutschen Demagogen als "durch nichts zu rechtfertigenden Terror der Hamas" bezeichnet.
In der Kuturzeit bei 3sat:
https://www.3sat.de/kultur/kulturzeit/israelische-siedler-gewalt-nach-dem-7-oktober-sendung-vom10-04-2025-100.html
Ein Bericht des israelisch-palästinensischen Nachrichtenmagazins +972MAGAZINE
Am 21. Januar, nur zwei Tage nach Inkrafttreten des Waffenstillstands im Gazastreifen, startete Israel eine große neue Militäroperation im besetzten Westjordanland. Die Operation Iron Wall “ war zuerst gegen das Flüchtlingslager Jenin gerichtet und wurde danach auf 3 weitere Flüchtlingslager ausgeweitet: Tulkarem, Nur Shams und Al-Far'a.
Am 16. Dezember wurden 78 Palästinenser bei zwei getrennten Abbruchvorfällen in Jerusalem vertrieben. Dies ist die höchste Zahl von Palästinensern, die an einem einzigen Tag aufgrund fehlender Baugenehmigungen seit Oktober 2023 vom Abriss vertrieben wurden.
Siedler-Mob-Attacken – Zwei verletzte Palästinenser, drei Häuser im Westjordanland angezündet
Palestine chronicle, 20. Oktober 2024
Der Angriff ist der jüngste nach dem Anstieg der Siedlergewalt im besetzten Gebiet, ...
Die Vertreibung im Westjordanland: Tote, Verletzte, Hauszerstörungen, Siedler-Attacken und die Folge: Vertreibung
| Tote und verletzte Palästinenser | 2023 2024 2025 |
548 Tote, 13.349 Verletzte |
| Haus-Zerstörungen und Siedler-Attacken |
2024 1.1. - 7.5.2025 |
1.762 Strukturen, 4.253 Personen |
| Siedler-Attacken | 2024 2025 |
1.420 Vorfälle, mit 5 Toten, davon 1 Kind 360 Verletzte, davon 35 Kinder über 26.000 Olivenbäume zerstört |
Info-Quelle UN OCHA (diverse Berichte)
Auszug Auszug aus einem Artikel, erschienen im +972Magazin, Mariam Barghouti 4. September 2024
Die israelische Armee zerstört die zivile Infrastruktur, blockiert den medizinischen Zugang und führt bei ihrer größten Operation im Westjordanland Massenverhaftungen durch.
Auch das gehört zum Genozid: nicht nur das massenhafte Morden, auch die Zerstörung der Kulturgüter (Bauwerke, Denkmäler, alte Wohnhäuser) in Gaza. Ein Volk wird ausgelöscht: zuerst die Menschen, ihre Wohnungen (Nakba) und dann verschwinden auch die Namen: die Namen der Orte und der Menschen.
Im Update #204 berichtet die UN_Organisation OCHA oPT am 14.08.2024 über den Berichtszeitraum 06. - 12.08.2024 über Tod, Vertreibung und Pogrome der Siedler - alles offizielle israelische Politik. Und Deutschland liefert weiterhin Waffen und steht immer noch fest an Israels Seite.
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