Gemeinfrei Wikipedia.de

In der Tagesschau vom  9.4.2026 wurden die Ziele der israelische Armeeführung bei den Abgriffen auf den Libanon verlesen und dass die Angriffe der Ausschaltung der Terrororganisation Hisbollah gelten. In seriösen Medien sehen, hören oder lesen Sie von für die Zivilbevölkerung furchtbaren Militärschlägen.

Denn der Mittwoch, der 8.4.2026 wird als schwarzer Mittwoch in die Geschichte des Libanon eingehen. Nach Gaza schaut die Welt auch dort tatenlos zu, wie ein ganzes Land in ein Trümmerfeld verwandelt wird. Bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leichen, ausgelöschten Familien, deren  Häuser dem Erdboden gleichgemacht werden. Das war Beirut am Mittwoch, als die Straßen voller Menschen waren. Israels Militärschlag galt dem Libanon, speziell den Palästinenser*innen im Libanon.  

In wenigen Minuten werden mehr als 300 Menschen getötet. Sie waren aus dem Süden des Libanon geflohen und dachten, sie seien hier in Sicherheit. Die Gewalt trifft nicht militärische Strukturen. Die massenhafte Tötung von Zivilisten, Angriffe auf dichtbesiedelte Stadtteile, die Vernichtung von Wohnräumen, die Beschädigung und Vernichtung ziviler Infrastrukturen und deren unverdeckte Ankündigung lassen erkennen, dass der Libanon das gleiche Schicksal droht wie Gaza.
Wissenschaftler sprechen auch hier bereits von Völkermord, gelten die Militärschlage doch überwiegend der palästinensischen Bevölkerung, die seit 1948 aus Palästina (Nakba) bzw. 1971 aus Jordanien (Schwarzer September) geflüchtet sind.

Der UN-Menschenrechtskommissar verurteilte die Angriffe wegen zahlreicher ziviler Opfer.
Auch mehrere Regierungschefs der EU hatten Israel davor gewarnt, durch eine Invasion im Libanon eine menschliche Katastrophe auszulösen: zahnlose Tiger, Maßnahmen oder Sanktionen wegen eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gab es keine.   

Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran am 2.3.2026 hat das israelische Militär mehr als eine Million Menschen vertrieben, mehr als 2.100 Menschen getötet, davon 248 Frauen, 165 Kinder und 85 Sanitätspersonen; 6.436 Menschen wurden verletzt.
Fast die Hälfte der Vertriebenen sind Palästinenser mit UNRWA-Flüchtlingsausweis. Sie und ihre Nachfahren beanspruchen ein durch die UN-Resolution 194 garantiertes Rückkehrrecht. Ihre Wohnorte gehen jetzt im Bombenhagel unter: der Völkermord, der in Gaza 2023 begann, wird im Libanon fortgesetzt.


Quellen:

  1. Junge Welt, 14.4.2026, S. 9: "Der schwarze Mittwoch"
  2. https://www.theguardian.com/world/2026/apr/08/israel-operations-in-lebanon-to-continue-despite-trump-ceasefire-iran-pakistan-hezbollah (9.4.2026)