Sonderseite: Libanon+Iran
Der 81jährige Landwirt Hayel Alabdallah - er und seine Familie bauen seit Jahrzehnten Weizen an - berichtet: „Seit die Flugzeuge kamen, wächst aber nichts mehr auf unseren Feldern“, sagt Alabdallah. „Wovon sollen wir leben, die Regierung hilft uns nicht, niemand hilft uns.“ Vor 6 Monaten versprühten israelische Flugzeuge im Süden Syriens und im Süden des Libanon Glyphosat in großen Mengen. In Syrien sind in 70 Dörfern keine Landwirtschaft mehr möglich. Auf den Feldern wächst nichts mehr: kein Weizen, keine Auberginen, keine Linsen. Auch Olivenbäume sind betroffen, sie bekommen gelbe Blätter, viele sterben ganz ab, schreibt die Süddeutsche Zeitung in ihrem Artikel.
Präsident Joseph Aoun sprach von einem „Umwelt- und Gesundheitsverbrechen“ und reichte im Juni offizielle Beschwerde bei den Vereinten Nationen ein. Geld, um den betroffenen Bauern zu helfen, hat seine Regierung nicht, genauso wenig wie die in Syrien.
Die Zerstörung der Lebensgrundlagen einer Bevölkerung stellt ein schweres Kriegsverbrechen dar.
Kursive Texte wurden wörtlich aus dem Artikel übernommen. Lesen Sie den gesamten Artikel:
https://www.sueddeutsche.de/politik/syrien-libanon-bauern-glyphosat-israel-li.3519957
Redaktionell sehen wir uns nicht in der Lage, umfassend über die vielen Fronten des Nahen Ostens zu berichten. Alle Fronten hängen mehr oder weniger direkt mit Israels Krieg gegen die Palästinenser zusammen. Bilden sie sich Ihre eigene Meinung mit Artikeln, die in ARD und ZDF nicht zu sehen sind.
Thema Libanon
Im Südlibanon kann ein Hauch von Diplomatie die Realität der Besatzung nicht verbergen
Majdal Zoun wurde von israelischen Streitkräften besetzt und entvölkert und überblickt das nahegelegene Dorf Al-Mansouri, wo die wenigen verbliebenen Bewohner fast täglich von Israel angegriffen werden. Link:
Drop Site - 21.7.2026
Die Kriege Israels und der Vereinigten Staaten ist ein völkerrechtswidriger Angriffskrieg. Dass im Iran eine das zivile Leben einschränkende Macht waltet, ändert an dem Kriegsverbrechen der beiden Angreifer nichts!
Dieser Artikel widmet sich den Forderungen der iranischen Machthaber.
Drop Site News veröffentlicht eine Stellungnahme einer Ihrer Journalistinnen: Die Journalistin Courtney Bonneau zieht sich aus der Berichterstattung im Libanon zurück und verweist auf die verheerenden Folgen des Krieges.
Während die USA und Iran einen Waffenstillstand vereinbaren, der auch nach iranischen Forderungen für den Libanon gelten soll, bombardiert Israel weiter: seit 2. März, als die Hisbollah an der Seite des Iran in den Krieg eintrat, hat Israel im Libanon mehr als 4.100 Menschen getötet und über 1,2 Millionen vertrieben. Mehr als 30 israelische Soldaten wurden im Kampf getötet.
Die aktuelle Zahl der Todesopfer seit der Wiederaufnahme der Feindseligkeiten am 2. März:
| Datum | Tote | Verwundete |
| 25.06.2026 | 4.211 | 12.173 |
| 10.07.2026 | 4.320 | 12.203 |
Unmittelbar nach Bekanntgabe eines diplomatisch vereinbarten Waffenstillstandes am 8.4.2026, der - nach iranischen Bedingungen - auch den Libanon und die mit dem Iran verbündeten Hizbollah umfasste, verübte Israel ein Massaker unter der libanesischen Zivilbevölkerung.
Helfer unter Feuer - Libanon: Israel greift trotz angeblicher Waffenruhe gezielt Krankenhäuser und medizinisches Personal an. Gesundheitsversorgung der Bevölkerung wird immer prekärer.
Anzahl der Opfer: Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden bei israelischen Angriffen auf den Libanon seit dem 2. März mindestens 3.516 Menschen getötet und 10.674 verletzt.
Israel bombt Weltkulturerbestätte Tyros in Schutt und Asche