Überblick:

Im gesamten Gazastreifen werden weiterhin Luftangriffe, Artilleriebeschuss und Schüsse gemeldet, die Opfer fordern. Das israelische Militär ist weiterhin in über 50 Prozent des Gazastreifens nördlich, westlich und südlich der “Gelben Linie” stationiert, wo der Zugang zu humanitären Einrichtungen und Vermögenswerten, öffentlicher Infrastruktur und landwirtschaftlichen Flächen entweder eingeschränkt oder verboten ist. 
Der Zugang der Palästinenser zum Meer bleibt weiterhin verboten. Es wird weiterhin von Detonationen von Wohngebäuden und Bulldozerarbeiten berichtet, auch in der Nähe und östlich der “Gelben Linie.”
Die Redaktion: hier werden noch intakte Gebäude gesprängt. Welche Ziele damit verfolgt werden, ist unklar. Es könnte in den Rahmen einer neuen zionistischen Besiedlung gehören.  

Opfer:

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums (MoH) in Gaza wurden zwischen dem 28. Januar und dem 11. Februar 2026 109 Palästinenser getötet, 252 verletzt und 10 Leichen unter den Trümmern geborgen. Damit beläuft sich die Zahl der Opfer unter Palästinensern seit dem 7. Oktober 2023, wie das Gesundheitsministerium mitteilte, auf 72.045 Tote und 171.686 Verletzte. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums umfasst die Gesamtzahl 259 Todesopfer, die zwischen dem 23. Januar und dem 6. Februar rückwirkend hinzugefügt wurden, nachdem ihre Identifikationsdaten von einem Ministerkomitee genehmigt worden waren. Das Gesundheitsministerium berichtete, dass seit dem Waffenstillstandsabkommen 591 Palästinenser getötet, 1.591 verletzt und 720 Leichen unter den Trümmern geborgen wurden. 

Der Hunger:

Partner des Food Security Sector (FSS) berichten, dass die Lebensmittelsicherheit während des Transports, der Lagerung und der Essenszubereitung weiterhin ein großes Problem darstellt. Ungünstiges Winterwetter hat zu erheblichem Verderb geführt, bevor Waren nach Gaza gelangen, da Fracht an Grenzübergängen und während des Transports Regen ausgesetzt war. Zu den weiteren Herausforderungen zählen Zugangsbeschränkungen und langwierige Inspektionsverfahren. Einige Lieferungen, darunter auch Nahrungsmittelhilfe, verbringen mehrere Tage oder sogar Wochen an Grenzübergängen, was zusätzlich zu erhöhten Verlusten beiträgt.

Die Kinder:

Berichten zufolge haben israelische Streitkräfte am 5. Februar zerstört Eine UNRWA-Schule, die das letzte verbliebene Bauwerk auf einem Gelände mit sechs Schulen war. UNICEF weist auf die äußerst prekäre Lage vieler Kinder in Gaza hin bemerkt dass Kinder weiterhin von Luftangriffen und der Unterbrechung wichtiger Dienste betroffen sind. Seit Jahresbeginn wurden 37 Kinder getötet.

Quelle: https://www.ochaopt.org/content/humanitarian-situation-update-357-gaza-strip