طوبى لصانعي السلام.
Er nannte keine Namen. Aber jede*r wusste, wer und was gemeint war.
Während eines Friedensgebets im Petersdom in Rom hatte der Papst, das Oberhaupt von 1,4 Mrd. katholischer Christen in Rom gesagt: "Schluss mit dem Krieg! ... Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden!"
Er sprach von "Allmachtsfantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden". (11.4.2026)
Schon an Ostern hatte Papst Leo XIV. in der Ostermesse zu Frieden in der Welt aufgerufen und gesagt:
"Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder. Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden. Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog. Nicht mit dem Willen, den anderen zu beherrschen, sondern ihm zu begegnen."
"Wir sind gerade dabei, uns an die Gewalt zu gewöhnen, wir finden uns damit ab und werden gleichgültig", so Leo. "Gleichgültig gegenüber dem Tod Tausender Menschen. Gleichgültig gegenüber den Folgen von Hass und Spaltung, welche die Konflikte nach sich ziehen. Gleichgültig gegenüber den wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die sie verursachen und die wir doch alle spüren."
"Lassen wir am heutigen Festtag alle Streitlust, jeden Wunsch nach Dominanz und Macht hinter uns und bitten wir den Herrn, er möge der Welt seinen Frieden schenken - einer Welt, die von Kriegen heimgesucht und von Hass und Gleichgültigkeit gezeichnet ist, die uns dem Bösen gegenüber machtlos erscheinen lassen."
Soweit ein Auszug aus Gebeten und Predigten des diesjährigen Osterfestes. Einer, den Papst Leo XIV gemeint haben könnte, meldete sich auch promt in dem ihm eigenen Mini-IQ-Stil:
Der Papst sei "schrecklich" in Bezug auf Außenpolitik und "schwach" im Umgang mit Kriminalität, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Der Papst sollte "dankbar" sein. Leo sei nur Papst geworden, weil er US-Amerikaner sei und somit besser mit Trump umgehen könne. "Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan", behauptete er.
Außerdem wolle er keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze. Auch ein Kirchenoberhaupt, das es schrecklich fände, dass die USA Venezuela angegriffen hätten, wolle er nicht. Mit seiner "laschen" Haltung schade der Papst sich selbst und auch der Kirche, wie Trump mahnte: "Leo sollte sich als Papst zusammenreißen, seinen gesunden Menschenverstand einsetzen, und sich darauf konzentrieren, ein großer Papst zu sein, kein Politiker."
Später sagte er zu Journalisten: Der Papst sei "politisch sehr links". Daher sei er selbst "kein Fan von Papst Leo."
Und Leo XIV konterte selbstbewusst: "Ich werde mich nicht auf eine Debatte einlassen, Die Dinge, die ich sage, sind mit Sicherheit nicht als Angriffe auf irgendjemanden gedacht. Die Botschaft des Evangeliums ist sehr deutlich: Selig sind die, die Frieden stiften."
Bei dieser Eindeutigkeit fiel des den Klerikern in der zweiten Reihe und den weniger hierarschich organisierten evangelischen Kirchenleitungen leicht:
Der Bremer Kirchenpräsident Bernd Kuschnerus: Ostern als "Gegenbewegung zu den Kräften des Todes in dieser Welt ... Wir dürfen nicht schweigen, wenn Mächtige das Recht des Stärkeren propagieren und denken, sie könnten sich mit Gewalt nehmen, was sie wollen. ... Wir können auch nicht einfach zusehen, wenn Einzelne oder ganze Menschengruppen ausgegrenzt werden."
Der Münchner Kardinal Marx übte in seiner Predigt am Ostersonntag scharfe Kritik an US-Pentagonchef Pete Hegseth, der sich selbst als Kriegsminister bezeichnet, und am orthodoxen Patriarchen von Moskau. Es sei eine "schamlose Gotteslästerung", wenn Hegseth dafür bete, dass jede Kugel im Iran-Krieg ihr Ziel treffe. Gleiches gelte für die Aussage von Kyrill I., dem orthodoxen Patriarchen von Moskau, der den von Russland begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine als einen "Heiligen Krieg" bezeichne.
Und jetzt wollen einmal unseren Onkel Friedrich fragen: Wo stehst du, dessen Partei das "C"hristentum im Namen führt?
Merz verteidigt Angriffe gegen den Iran und mahnt dauerhafte Lösung an - titelt BR24
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) macht am Rande des G7-Gipfels deutlich, dass Israel aus seiner Sicht derzeit "die Drecksarbeit" für den ganzen Westen mache. (Bezug: Israel völkerrechtlicher Angriffskrieg auf den Iran im Juni 2025)
"Ziel der Militärschläge sei, das zerstörerische Spiel eines geschwächten Regimes zu beenden. Das sei aber nicht ohne Risiko, so Merz. Deutschland will zu einer neuen Friedens- und Stabilitätsordnung im Nahen Osten beitragen.", so Merz in einem Pressestatement. "Frieden durch Bomben" heißt diese Methode.
Erst nachdem in Deutschland Energiepreise für Wirtschaft und Verbraucher explodierten, merkte Merz, dass ein anderer Weg wohl besser für Deutschland gewesen wäre.
Christliche Werte sehen anders aus !
In den Himmel kommt Friedrich Merz sicherlich nicht. Dafür bräuchte er nach einer Beichte die Absolution. Päpste sollen da ziemlich unbestechlich sein - zumindest die letzten 2.
Quellen:
- https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2026-04/papst-leo-donald-trump-kritik-frieden-krieg-gxe
- https://www.tagesschau.de/ausland/europa/papst-ostersonntag-100.html
- https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-papst-konflikt-100.html
- https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/kirchen-osterbotschaften-100.html
- https://www.zeit.de/feuilleton/2026-04/papst-leo-irankrieg-positionierung-jd-vance-katholizismus
- Bildrechte:
Von Lula Oficial - https://www.flickr.com/photos/157736962@N05/54851452841/, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=176987037
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